Was macht den Host als Operating System so attraktiv?

12. Januar 2022 | #LuckeSkills

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Schnelle Ergebnisse auch bei großen Datenmengen


Die z/OS ist das „Arbeitstier“ im Hintergrund, das sicher und performant mit Datenmengen von über zehn Millionen Datensätzen umgehen kann. Dank einer Kombination der z/OS mit einer effizienten Datenbank (DB2) wird stets in akzeptabler Zeit eine Antwort bereitgestellt.

Die große Stärke des HOST (z/OS) liegt im schnellen Bereitstellen von Abfrage-Informationen über Schnittstellen an Frontend-Systeme. Dabei wird eine entsprechende Anfrage/Abfrage über JAVA oder Web-basierte Systeme als genau und detailliert beschriebene SQL-Abfrage formuliert. Die Antwort wird an der z/OS ermittelt und an die JAVA/ Web-basierte Oberfläche zurückgeschickt. Es handelt sich beispielsweise um die Anfrage zu Umsätzen eines Kontos. Die Frontend-Systeme schicken also Bankleitzahl, Kontonummer und Zeitraum an den HOST und so wird eine SQL-Abfrage definiert, wie zum Beispiel:

„SELECT Umsätze from Dispobestand
where BLZ = 70060000
and Konto = 12345
and Zeitraum < 2 Wochen;“

Die z/OS ermittelt und übermittelt dann schnell und sicher die gewünschten Datensätze und schickt diese Information an das Frontend-System bzw. den Browser zurück. Der Browser bereitet die Informationen optisch noch auf, sodass der Anwender das Ergebnis in seiner gewohnten Anwenderoberfläche gut lesen kann.

Der Vorteil dieser Zusammenarbeit von Front- und Backend-Systemen ist, dass der HOST (die z/OS) ab der Zeit, wenn die Ergebnisse zurückgeschickt sind, nicht mehr durch Rechnerzeit belastet wird. Die Zeit, in der der Frontend-User überlegt, eine neue Anforderung auswählt oder in ein Vormenü zurückspringt, belastet den HOST in keiner Weise (=Transaktionsverhalten).

Sollten die Antwortzeiten ansteigen, können Tools eingesetzt werden um zu analysieren, wo welche zusätzlichen Indizes bereitgestellt werden müssen, um wieder innerhalb des Zeitfensters zu liegen (Optimizer).
Sollten die Optimierungsmöglichkeiten erschöpft sein, können in skalierbarer Art und Weise  Hardware-Komponenten hinzugefügt werden, um die Schnelligkeit zu verbessern. Es können dabei Komponenten aus der z/OS-Umgebung oder auch Fremd-Hardware hinzugefügt werden.


Große Sicherheit im Arbeitsverhalten


Die wichtigen Systeme eines z/OS-Verbundes werden mehrfach und häufig räumlich weit voneinander getrennt bereitgestellt, sodass ein Datenverlust nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen werden kann. Es werden meist drei Produktiv-Anlagen und Bestände parallel und redundant für Aufgaben bereitgehalten. Ein Wechsel zwischen den Anlagen erfolgt dabei im Bruchteil von Sekunden, sodass der Endanwender davon nichts merkt. Sollte tatsächlich ein Bestand nicht lesbar sein (technischer Defekt oder Terror-Anschlag), so kann dieser Bestand „automatisch“ durch Vorher/Nachher-Informationen rekonstruiert werden (Protokoll-Mechanismen des Betriebs- und Datenbanksystems DB2). Durch die Mehrfach-Bereitstellung gleichartiger Komponenten (CPU, Speicher, Peripherie (Drucker, Geldautomaten, u.ä.)) kann ein Rundum-Betrieb (24/7) gewährleistet werden.


Sicherheit und Schnelligkeit durch Aufgabenverteilung


Die Aufgabenlast am HOST kann durch die System-Administratoren flexibel auf alle aktiven Anlagen verteilt werden. Auch eigentlich gleiche Anforderungen aus dem „Echt-System“ und dem „Test-System“ können mit unterschiedlicher Priorität bedacht werden. Durch Prioritäten-Steuerung kann auch zu bestimmten Zeiten (tagsüber/ nachts) Vorrang gewährt werden.


Große Sicherheit nach Außen


Die Prozesse und Arbeitsabläufe am HOST (z/OS) sind gekapselt. Vom Betriebssystem her sind Adressräume und Datenbereiche so geschützt, dass nach menschlichem Ermessen ein illegaler Zugriff durch Hacker ausgeschlossen werden kann. Der Schutz der Adressräume hat jedoch zur Folge, dass in Anwendungen ausschließlich die offiziellen Schnittstellen und Abfrage-Routinen verfügbar sind. Ein Zugriff ohne diese definierten Prozesse ist nicht möglich. Die Schnelligkeit des HOST gleicht dies allerdings aus.


Robustheit des IT-Systems


Ein HOST (z/OS)-System ist robust. Der Fall, dass das gesamte System durch einen „Blue-Out“ abbricht, kommt nicht vor. Es besteht die Möglichkeit, dass ein einzelner Prozess, ein Programm oder Peripherie-Gerät innerhalb eines HOST-Verbundes abstürzt. Jedoch kann dies in der Regel durch Neu-Initialisieren wieder gestartet werden. Beim Absturz eines Programms wird häufig ein detaillierter Hinweis geschrieben, weshalb der Prozess oder das Programm abgestürzt ist (LOG-Datei).


Zusammenarbeit mit externen Systemen und Frontend-Systemen


Andere Systeme (Windows, Linux) können über definierte Schnittstellen als Frontend-Systeme mit dem HOST zusammenarbeiten. Dabei gibt es in der Regel keine wirkliche Obergrenze für andere Rechner-Knoten. Das Hinzufügen von Schnittstellen und zusätzlichen Servern erfolgt meist flexibel durch Konfigurationseinträge. Ein Neustart des HOST z/OS-Verbundes ist in der Regel nicht notwendig.


Zusammenarbeit mit Vorgänger-Systemen


Ebenso wie die Zusammenarbeit mit anderen externen Systemen und Fremdsystemen ist ein problemloses Zusammenspiel mit Altsystemen möglich. HOST-Systeme (z/OS) aus verschiedenen Versionsständen können miteinander kommunizieren.



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