Regulierungshunger der BaFin ungebremst

6. November 2020 | Consulting

Lesezeit ca. 5 Minuten


Erkenntnisse


Nicht erst seit der letzten Finanzkrise 2008 ist der zunehmende Regulierungshunger der nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden durch die Banken zu bewältigen.

In immer kürzeren Abständen werden neue bzw. geänderte Meldungs- und Offenlegungsanforderungen den Banken auferlegt, die stets umfangreicher und granularer werden. Zusätzlich wird nicht nur die Abstimmbarkeit zwischen den einzelnen regulatorischen Meldungen sondern auch zu angrenzenden Themenfelder wie Controlling und Rechnungswesen vorausgesetzt. Beispiele hierfür sind die AnaCredit- oder FINREP-Meldungen.

Die versprochenen Erleichterungen gerade für kleine und mittelgroße Banken wurden (wenn überhaupt) nur im geringen Umfang von der Aufsicht umgesetzt – Proportionalitätsprinzip. Dies hat zur Folge, dass diese immensen regulatorischen Neuerungen ständig durch die Banken mitverfolgt, bewertet und technisch sowie fachlich implementiert werden müssen. Dadurch werden enorme Kosten verursacht und Mitarbeiterkapazitäten langfristig gebunden.


Herausforderungen


Der Anspruch der Aufsichtsbehörden an die Datenqualität der einzelnen Meldung ist enorm, was die vielfältigen Validierungsregeln der Aufsicht sehr gut verdeutlichen. Diese Validierungsregeln müssen vor Abgabe der jeweiligen Meldungen vollständig ausgeräumt werden, damit eine ordnungsgemäße Einreichung bei der Bundesbank erfolgen kann. Hinzu kommen die angezeigten Fehler, die in Form von Rückmeldedateien an die Banken adressiert und im Rahmen von Nachmeldungen behoben werden müssen.

Daher ist eine einwandfreie Datenqualität aller involvierten Liefersysteme für das regulatorische Meldewesen von essenzieller Bedeutung, damit bereits im Vorfeld diese Validierungsfehler vermieden werden und somit hoher manueller Aufwand reduziert wird. Dies erfordert eine abteilungsübergreifende Sensibilität und Kontinuität für die Datenqualität innerhalb der Banken.

In der Praxis zeigt sich allerdings oft, dass insbesondere aufgrund von Mitarbeiterengpässen (z.B. durch Krankheit, Kündigungen, Elternzeit, Urlaub etc.) und unzureichenden Fortbildungsmaßnahmen die Datenqualität der Banken erhebliches Verbesserungspotenzial aufweist. In der Folge werden Validierungsfehler nicht behoben bzw. kumulieren sich von Meldung zu Meldung und führen zu einem steigenden manuellen Aufwand.

Damit für die Banken eine korrekte und schnelle Meldungserstellung möglich ist, müssen die erforderlichen Prozesse so schlank und effizient wie möglich organisiert sein. Dabei unterstützen insbesondere Checklisten und meldungsübergreifende Plausibilisierungstools (z.B. Abstimmung der BiSta mit der Bilanz). Die technischen Möglichkeiten der zur Verfügung stehenden IT müssen dabei optimal ausgenutzt bzw. erweitert werden, damit eine weitgehende Automatisierung der Prozesse erfolgt. Diese Maßnahmen führen zu einer gewissen Routine sowie Sicherheit gegenüber in- und externen Prüfungen.    Allerdings besteht auch hier oftmals ein erheblicher Nachholbedarf bei den Banken. Die erforderlichen Projekte werden zu Gunsten anderer Prioritäten (z.B. Kunden- bzw. Marktprojekte) nur halbherzig angegangen oder permanent verschoben. Vorhandene Checklisten und Plausibilisierungstools sind daher veraltet oder existieren nicht. Hinzu kommt, dass die IT nicht optimal administriert ist und ggf. fehlerhafte Daten für das Meldewesen angeliefert werden.


Lösungen


Das regulatorische Meldewesen entwickelt sich immer mehr zu einem wesentlichen Kostentreiben für die Banken, ohne das ein zusätzlicher Ertrags- oder Wettbewerbsvorteil dadurch entsteht. Eine kostengünstige Lösung bietet daher das „Outtasking“ von Teilaufgaben oder sogar die vollständige Auslagerung des Meldewesens. Dabei kommt es auf individuelle Konzepte für eine maßgeschneiderte Leistungserstellung an.

Die Lucke EDV verfügt über zahlreiche Referenzen und unterstützt Sie als kompetenter Partner bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen.

Unsere Leistungen im Überblick

      • Befristete Unterstützung um personelle Engpässe bei der Meldungserstellung abzufangen
      • Vollständige oder teilweise Auslagerung des Meldewesens (modulares Vorgehen)
      • Implementierung optimaler Prozesse und Verbesserung der Datenqualität (Automatisierung)
      • Erstellung sowie Einführung von passenden Checklisten und Plausibilisierungstools
      • Entwicklung und Durchführung von Schulungen

Langjährige Erfahrung und Expertise – speziell in der Finanzbranche – sind der Schlüssel für unseren Erfolg. Unsere Lösungen sind individuell auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse zugeschnitten.

Unsere Experten beraten und unterstützen Sie von der Idee bis zur Umsetzung. Wagen Sie jetzt den nächsten Schritt und sprechen Sie uns an!

Autor: Sascha Werdan | Business Analyst | Sascha.Werdan@lucke-edv.de

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